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Arzthaftungsrecht

Nicht jede medizinische Behandlung verläuft fehlerfrei, vielmehr können auch Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern und deren Personal Fehler unterlaufen. Man unterteilt ärztliche Fehler im Wesentlichen - einerseits - in Behandlungsfehler, darunter fallen beispielsweise Fehler bei der Befunderhebung, der Diagnose oder der Therapie und - andererseits - in Aufklärungsfehler, also Mängel im Zusammenhang mit der Aufklärung über die mit einer medizinischen Behandlung verbundenen Risiken. Handelte der Arzt nicht nur fehlerhaft, sondern auch schuldhaft, also zumindest fahrlässig, besitzt der Patient gegen den Arzt einen Anspruch auf Ersatz des dadurch entstandenen Schadens. Dieser Schadensersatzanspruch kann, abhängig von den konkret eingetretenen Folgen des Arztfehlers, die verschiedensten Schadenspositionen umfassen von Schmerzensgeld über Verdienstausfall, entgangenen Gewinn zu Behandlungs- und Pflegekosten.

Ein ärztlicher oder zahnärztlicher Behandlungsfehler liegt - vereinfacht ausgedrückt - dann vor, wenn eine Behandlung, egal ob Befunderhebung, Diagnose, Therapie, Durchführung, Überwachung oder deren Organisation nicht den Regeln (zahn-) ärztlicher Kunst entspricht, nicht lege artis durchgeführt wird. Wird etwa eine Operation fehlerhaft durchgeführt oder ein nicht der Diagnose entsprechendes Medikament verordnet, liegt ein Behandlungsfehler vor. Im Einzelnen können ärztliche Fehler insbesondere auftreten im Zusammenhang mit:

  • Diagnostik (Anamnese/Untersuchung, Labor, bildgebende Verfahren)
  • Durchführung einer Operation
  • Postoperative Maßnahmen
  • Verordnung von Medikamenten
  • Indikation
  • Überweisung an einen Facharzt/Konsil

Besonders häufig stehen Behandlungsfehler im Raum bei der Behandlung von Arthrose, Wirbelsäulen-/Rückenkrankheiten, Knieverletzungen und Weichteilkrankheiten. Besonders häufig werden Arzthaftungsansprüche erhoben gegen Chirurgen, Orthopäden und Frauenärzte.

Ein ärztlicher oder zahnärztlicher Aufklärungsfehler liegt - vereinfacht ausgedrückt - dann vor, wenn der Arzt den Patienten nicht rechtzeitig und nicht hinreichend darüber aufklärt, welches Risiko mit einer vorgeschlagenen Behandlung verbunden ist. Auch über in Betracht kommende Alternativen muss der Patient aufgeklärt werden.

Ob ein ärztlicher Fehler vorliegt, kann in den meisten Fällen nur unter Hinzuziehung eines medizinischen Sachverständigen erfolgen, der die Behandlungsunterlagen und den Behandlungsvorgang analysiert. Auch der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) kann nach § 66 SGB V bei einer vermuteten Fehlbehandlung - für den betroffenen Versicherten kostenlos - ein Gutachten erstatten.

Kommt der Patient durch den Arztfehler zu Schaden und handelte der Arzt dabei fahrlässig oder gar vorsätzlich, haftet der Arzt dafür. Die Regulierung der arzthaftungsrechtlichen Schadensersatzansprüche erfolgt in der Regel durch die Berufshaftpflichtversicherung des Arztes, Zahnarztes oder Krankenhauses.

Scheitert eine aussergerichtliche Regulierung der Schadensersatzansprüche, können geschädigte Patienten die Arzthaftungsansprüche auch klageweise vor dem Amts- oder Landgericht geltend machen.

Bitte beachten Sie, dass wir keine zivilrechtlichen Arzthaftungsangelegenheiten mehr bearbeiten. Wenden Sie sich bei Bedarf bitte an einen im Medizinrecht tätigen Rechtsanwalt.

 

 
Rechtsanwalt Mathias Klose ist Inhaber der DAV-Fortbildungsbescheinigung seit 2008
Rechtsanwalt Mathias Klose ist Mitglied im Deutschen Anwaltverein (DAV)
Rechtsanwalt Mathias Klose ist Inhaber der Fortbildungsbescheinigung der Bundesrechtsanwaltskammer "Qualität durch Fortbildung" seit 2009
Rechtsanwalt Mathias Klose ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht im DAV
Rechtsanwalt Mathias Klose ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Strafrecht im DAV